Orientieren bei Nacht

Das diesjährige Herbstbiwak stand ganz im Zeichen der Arbeit mit Karte und Kompass. Als Übungsgelände diente uns dabei der Standortübungsplatz Dittersbach, der uns für dieses Wochenende wieder durch die aktiven Kameraden am Standort Frankenberg zur Verfügung gestellt wurde.

Der Samstag wurde größtenteils zur Ausbildung genutzt. Schon morgens wurde mit einer kleinen "Bastelstunde" begonnen: wir stellten einen "Schrittzähler" her. Mit diesem Hilfsmittel kann man, nach Ermittlung der persönlichen Doppelschrittzahl (ein späterer Punkt auf dem Ablaufplan), ohne größere Schwierigkeiten zurückgelegte Entfernungen abschätzen.

 

Im weiteren Verlauf des Vormittages  wiederholten wir Inhalte zum Umgang mit topografischem Kartenmaterial sowie zum Umgang mit dem Marschkompass der Bundeswehr. Mit kurzen Übungen sollte das zunächst theoretisch vermittelte Wissen im Anschluss praktisch angewendet und somit vertieft werden.

Nach der Mittagspause folgte dann eine Ausbildung zum Anfertigen von Wegeskizzen unter Zuhilfenahme von Kartenmaterial.

Später wurde für jeden die Doppelschrittzahl mit und ohne Gepäck über eine Entfernung von 100m ermittelt, sodass die vorher angefertigten Schrittzähler beim anstehenden nächtlichen Orientierungsmarsch überhaupt genutzt werden konnten.

Zum Ende der theoretischen Ausbildung erhielten wir eine Grundlagenausbildung zum Thema Funkbetriebssprache - denn auch diese sollte am Abend angewendet werden um abgleichen zu können, welche Gruppe bereits welche Meldepunkte erreicht hatte. Während die Inhalte der Ausbildung für viele eine nützliche Wiederholung waren, hatte der eine oder andere vorher keine entsprechende Vorausbildung und konnte so Grundlagen vermittelt bekommen.

Der Höhepunkt des Tages war der abends angesetzte Orientierungsmarsch. Neben der Nutzung der selbst angefertigten Wegskizzen und kleiner Kartenausschnitte sollte größtenteils nur mit dem Kompass gearbeitet werden. Das Wetter stellte alle Teilnehmer vor Herausforderungen - es war eine Sturmwarnung herausgegeben worden und es war regnerisch kalt und wirklich dunkel. Trotz allem konnte der Marsch erfolgreich beendet werden und zum Abschluss gab es  Grillgut am mühsam entzündeten Feuer.