Frühjahrsbiwak der Frankenberger Reservisten
19./20.03.2011 

Bericht Freie Presse vom 24.03.2011

 


15 Kilometer Orientierungsmarsch plus Schlauchbootstrecke

„Seil frei“ – dieser Ruf erschallte am vergangenen Wochenende wieder und immer wieder aus einem etwa dreißig Meter tiefen ehemaligen Steinbruch im Rochlitzer Raum. Karabiner klickten, Abseilachten wurden ausgetauscht und getarnte Personen im Gurtzeug  erklommen die benachbarten Felsen: Frankenberger Reservisten übten im Rahmen ihres Frühjahrsbiwaks „Rehbock 2011“ das Abseilen von Felsen, was sonst auch an Gebäuden, Brücken und Talsperren durchgeführt wird.  Es war der Abschluss eines Ausbildungswochenendes,  das bereits Tags zuvor mit einem etwa 15 Kilometer langen Orientierungsmarsch in den frühen Morgenstunden begann.

 Dieser war gespickt mit mehreren Ausbildungsthemen wie beispielsweise der Sanitätsstation mit medizinischen Instrumenten aus der modernen Einsatzmedizin, israelischen Verbänden, Infusionen sowie der Bergung und Erstversorgung von verunglückten Personen.


Bestimmen der Position, Markierungen für UXO-Fund vorbereiten und Meldung verfassen.

Aber auch das Erkennen und korrekte Melden sogenannter UXO (umgangssprachlich Blindgänger), Funkbetriebssprache sowie Bewegungsarten im Gelände gehörten neben weiteren Themen zur Ausbildung.  Etwa sieben Kilometer legten die Kameraden zusätzlich in Schlauchbooten auf der Mulde zurück bevor sie im Gruppennest am Lagerfeuer vom „Spieß“ ihre Verpflegung empfingen und sich einige Stunden Schlaf gönnten um dann mehrfach am Seil in die Tiefen zu gleiten. 

Das traditionelle Frühjahrsbiwak der Frankenberger Reservisten beinhaltet stets Themen der zahlreichen nationalen und internationalen Reservistenwettkämpfe, bei denen auch aktive Soldaten verschiedener Nationen, THW, Feuerwehr, Polizei und DRK antreten.

 
Bei der Sanitätsstation wurde nicht Wert auf die üblichen Themen gelegt.
Die Ausbilder ließen sich Zeit bei Erklärung, Vormachen und Nachmachen von Themen die für Reservisten Neuland sind.


Hierzu gehörte auch das Vorbereiten einer Infusion.


Wo steckt und dreht man bei einer Infusion eigentlich herum  ?


Schnelles Wasser gab es auf der Mulde genügend.


Zeltofen vorbereiten.


Verpflegen am Lagerfeuer.


Tags darauf Abseilen.


Der obere Teil des Felsens.


Mit Überwindung über den ersten Vorsprung.


Er hat's geschafft.

 


Er auch.


Zwischenstopp auf halber Höhe.


Und weiter geht's in die Tiefe.

 

Richter, Jens SG d.R.