Winterbiwak Schneefuchs
08./09.01.2011 - Fichtelberg
/ Oberwiesenthal
Freie Presse Bericht vom 19.01.2011
Zum ersten Januarwochenende steht bei den Frankenberger Reservisten stets das Wort Winterbiwak fett im Kalender. Dieses Jahr unter der Bezeichnung „Schneefuchs“ und mit Kameraden von der RK Heinrich von Plauen als Gäste. Die Ausbildungsthemen umfassten im schneereichen Gebiet um den höchsten Berg Sachsens (1.215m) vor allem das Anlegen von Schneeunterkünften, Tarnen und Leben im Felde.

Aber bevor es soweit war, mussten die Kameraden erst einmal früh aufstehen um bei Sonnenaufgang am Fichtelberg stehen zu können. Zeitgleich begann dort bereits der FIS Continental-Cup im Skilanglauf (daran nahmen wir natürlich nicht teil - wir trafen nur ab und zu auf die Wettkampfstrecke !). Zwar hatten die Jungs auch ihre Ski dabei, aber bei der mitzuführenden schweren Ausrüstung schnallten sie sich lieber zuerst die Schneeschuhe an und zogen einige Stunden mit Schlitten und schweren Rucksäcken die Berge hinauf.
Bei Sichtweiten von weniger als zwanzig Meter am Samstag (selbst das Fichtelberghaus war erst zu sehen als man fast unmittelbar davor stand) und hüfttiefem Schnee zogen die Reservisten in ihren Schneetarnanzügen wie Geister an den tief verschneiten Wäldern vorbei. Bei diesen Bedingungen war es nicht einfach ein geeignetes Biwakareal zu finden, das Gruppennest anzulegen und die passenden Stellen für den Bau der Schneeunterkünfte vorzubereiten. Verschiedene Arten wurden angelegt, wobei stets darauf geachtet wurde, daß die Aufenthaltsebenen über der Eingangshöhe lagen um die angewärmte Luft zum Beispiel im Iglu halten zu können. Diese Arbeiten beschäftigten die Kameraden etwa sechs Stunden.
Vor der mittlerweile aufgeklärten und in Abendrot getauchten Winterlandschaftskulisse kam auch der Skisport nicht zu kurz, nachdem sich die Reservisten dann an das abendliche Lagerfeuer zurückzogen.
Da beim Bau der Schneeunterkünfte sorgfältig gearbeitet wurde, war die folgende Nacht auf dem weichen Jägerbett sehr angenehm mit Temperaturen um die 0 Grad.
Am nächsten Morgen erfrischten sich die müden Jungs mit Morgenhygiene im Schnee und nachdem das Biwakareal geräumt war, ging es mit zunächst noch einmal zum Fichtelberghaus hinauf. Mit den immer noch schweren und nach unten zerrenden Ausrüstungsschlitten war der anschließende Abstieg ein Erlebnis für sich, was auch die zahlreichen Wettkampfzuschauer bemerkten.

Ab und zu
konnte man etwas weiter sehen im Nebel (und fotografieren)

Nicht
selten sackten wir bis zu den Hüften in den Schnee und mussten uns mühsam
herauskämpfen. Immerhin hatten wir auch schwere Rucksäcke dabei und unter
manchen Schneeschichten verbarg sich ein unangenehmer Wassergraben.

Schneeschuhe
und Schlitten waren eine wertvolle Hilfe.

Iglu Nr. 1
(Frankenberg) wird vorbereitet und Schneeblöcke ausgesägt

Nach 1
Stunde nähert man sich dem Schlußstein.

Schneeunterkunft Nr. 2(Frankenberg) wird anders gebaut. 4 Kameraden lassen sich
zuschütten um gleich den Hohlraum nutzen zu können. Der Eingang ist schon
vorbereitet, trotzdem wird die Luft knapp.

Fertige
Schneeunterkunft Nr. 2

Die mit
blauen Leuchtstäben illuminierte Schneeunterkunft der RK Heinrich v. Plauen
wirkte in der Nacht wie ein gelandetes Raumschiff.

Während
die einen Skilanglauf machen, trinken die anderen heißen Tee.

Und der
Spieß versorgt alle mit Würstchen.

Abendstimmung.

In der
Nacht mollige 0°C

Am
nächsten Morgen wunderschöne Weitsicht - Kontrastprogramm zum Vortag.

Das
Raumschiff wird verlassen....

.... und ab
gehts zur Schneewäsche.

Abmarsch
hinauf zum Fichtelberghaus (eine Tortour)....

... für
die Landschaft hatten wir zu diesem Zeitpunkt leider wenig Aufmerksamkeit
Fotos: RK Heinrich von Plauen
Text: Jens Richter, SG d.R.