Hochwassereinsatz 2010
07.08.2010 - Rochlitz


(pg) Ein Bericht vom spontanen Arbeitseinsatz der Kameraden Peter Gruttke und Tobias Richter.

Am 7. August 2010 schritten die Flüsse in Sachsen über die Ufer. Ohne große Vorwahrungen kam eine Flutwelle aus den Gebirgen. Wie ohnmächtig der Mensch immer noch ist zeigen erneut die Bilder der letzten Tage. Trotz der Erfahrungen von 2002 ist die Hochwassersituation immer wieder eine neue Herausforderung.


Blick auf die Muldenbrücke, die Bögen sind schon voll.

Während am Mittag die Situation noch nach einen leichten Hochwasser aussah wie es immer mal wieder vorkommt, sah es schon nach 5 Stunden viel schlimmer aus. Die Zwickauermulde war weit über ihre Ufer getreten. Viele Anwohner sahen ihr Hab und Gut in Gefahr, viele hatten die Bilder von 2002 vor Augen. 


Nur noch die Pfeiler sind von der Schaukelbrücke zu sehen

In dieser Situation konnte ich nicht einfach zusehen, und mich am Leid der Anwohner ergötzen. So lief ich schnellstmöglich nach Hause, zog meine Uniform an und ging in den Bauhof von Rochlitz wo die Kräfte von Bauhof und Feuerwehr schon Sandsäcke füllten.

Dort meldete ich mich kurz an und erklärte dass ich die Einsatzkräfte unterstützen wollte. Sofort wurde ich gefragt ob ich noch weitere Kräfte herbeirufen konnte. Ich rief  den am nächsten wohnenden Kameraden Tobias Richter an. Der sich ebenfalls unverzüglich auf dem Bauhof einfand. Gemeinsam füllten wir als Team unzählige Sandsäcke. In Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Bauhof konnte eine erhebliche Anzahl von Sandsäcken hergestellt werden. Wir blieben so lange bis die Einsatzleitung die Meldung freigab das die Pegelstände stabil bzw. fallend sind. 


Kamerad Gruttke an der improvisierten Sandsackabfüllanlage

 


Kamerad Richter schaufelt gemeinsam mit den Kameraden von der Feuerwehr


Kamerad Richter beim verladen von Sandsäcken

Als ich dann am Sonntag früh mir ein Bild von der Lage machte war ich erleichtert dass die Mulde zurückgewichen war und wir vor größerem Unheil verschont blieben.

Peter Gruttke, OG d.R.