Hitzeschlacht um Sachsen-Anhalt siegreich geschlagen
RK
Frankenberg nimmt erfolgreich am „Blüchermarsch“ vom 02. - 04. Juli 2010
teil
Mit reicher Beute kehrte die Wettkampfmannschaft der Reservistenkameradschaft Frankenberg Mittelsachsen vom Landeswettkampf Sachsen-Anhalts, dem „Blüchermarsch“, zurück.
Der freundlichen Einladung des Weißenfelser FwRes, Herrn StFw Meding, folgten die Frankenberger Kameraden Peter Gruttke, Michael Krasselt und Michael Vieweger nach Lützen, einem malerischen Städtchen, gelegen an der A38 nahe Weißenfels. Jenem Schauplatz der „Schlacht bei Lützen“ aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, wo sich die Truppen des Schwedenkönigs Gustav Adolf und des Kaiserlichen Generalissimus Wallenstein im November 1632 feindlich gegenüberstanden.
Das erste Juliwochenende 2010 hingegen versetzte die Wettkampfteilnehmer, bestehend aus aktiven Soldaten und Reservisten, in die Lage eines fiktiven, bewaffneten Konflikts auf dem Boden der „Saaleländischen Konföderation“. Hier erhielten sie den Auftrag, als Teil der „Ost-Saalingen Agreement Force“ (OSAF) die verfeindeten Streitkräfte „Saalelands“ und der „Republik Pleißner Land“ auseinanderzuhalten.

Noch am Abend des Freitag stand für Reservisten und Aktive das Schießen nach den Rules of Engagement als erste Wettkampfdisziplin auf dem Programm. Von dem leider nicht ganz optimalen Einstieg in das Wettkampfgeschehen ließen sich die Frankenberger nicht beirren. Im Gegenteil, gut gelaunt und motiviert begab man sich nach ausgiebigem Abendessen vom Grill zu (Feld-)Bett, das in der warmen Sommernacht kurzerhand unter freiem Himmel aufgebaut wurde.
Am darauffolgenden Samstagmorgen wurde zeitig aufgestanden, gefrühstückt und sich alsbald an den Wettkampfstart begeben. Auf der rund 15km langen Marschstrecke hatten die mit dem Sturmgewehr G36 bewaffneten Mannschaften dann weitere acht anspruchsvolle Aufgaben zu lösen.

Auf dem Programm standen Mineawareness, Kartenkunde, Sanität, Brandbekämpfung sowie das erfrischende aber körperlich zehrende Zeltbahnpaketschwimmen – vor den staunenden Besuchern des Lützener Freibades. Das Überwinden von Gewässern zu dritt im gefühlt briefmarkengroßen Schlauchboot absolvierten die Frankenberger dagegen trockenen Fußes – was nicht allen Mannschaften gelang. Großen Spaß bereitete die Station Fahrzeug- und Personenkontrolle, bei der ein mehr als verdächtiger Toilettengänger am Patrouillenweg als Waffenschmuggler enttarnt und dingfest gemacht werden musste. Noch einmal richtig ins Zeug legten sich die Soldaten bei der kräftemäßig anspruchsvollsten und letzten Station in der Lützener Innenstadt. Hier hatten sich die Kameraden zuerst selbst per Flaschenzug auf ein vom THW aufgestelltes Gerüst zu befördern um sich sofort im Anschluss wieder davon abzuseilen. Die RK Frankenberg meisterte diese Herausforderung in der insgesamt kürzesten Zeit.
Temperaturen von bis zu 37°C im Schatten ließen während der gesamten Veranstaltung alle Beteiligten mächtig ins Schwitzen geraten – und den Pro-Kopf-Verbrauch an Trinkwasser unter den Wettkämpfern auf etwa acht Liter pro Person am Samstag ansteigen.

Bevor es zur Siegerehrung ging, hatten alle Gelegenheit, sich das Viertelfinalspiel der Fußball-WM zwischen Deutschland und Argentinien (4:0) auf einer Videowand anzusehen.
Am Ende konnten die Frankenberger Kameraden dann gleich zwei Pokale in Empfang nehmen: Einen für den zweiten Platz der Gesamtwertung; ein weiterer für den Sieg in der Gästewertung. Letzterer - gestiftet vom Landrat des Burgenlandkreises Harri Reiche – sorgt in seiner Eigenschaft als Wanderpokal für eine Neuauflage des „Blüchermarsches“ im Jahr 2011 unter Frankenberger Beteiligung.



Wir danken unseren Kameraden in Sachsen-Anhalt für diesen mehr als gelungenen Wettkampf und freuen uns auf ein Wiedersehen!
Michael Vieweger, SG d.R.