Christi Himmelfahrt mal ganz anders!
10.
bis 21. Mai 2010 - Wehrübung beim 3. Gebirgspionierbataillon 8 in Ingolstadt.
Hier
ein Bericht vom Kameraden Gruttke zu seiner Wehrübung.
Was ist eine Wehrübung ?

Vom 10. bis zum 21. Mai machte ich eine Wehrübung beim 3. Gebirgspionierbataillon 8 in Ingolstadt.
Am Montag den 10. Mai wurde der Bundeswehr typische Papierkram erledigt so dass es am 11. gemeinsam mit dem gesamten Bataillon auf den Truppenübungsplatz Klietz gehen konnte. Als erste „Sonderübung“ wurde das Feldmäßige Verpflegen in der Amerikanischen Botschaft (McDonalds) geübt. Obwohl dies wohl eher eine Sonderübung für die Mitarbeiter von McDonalds war. Die ganze Szene erinnerte stark an einen Flash Mob, nur das alle Beteiligen Flecktarn trugen.
Die Ausbildungsschwerpunkte auf dem Truppenübungsplatz lagen ganz klar im Infanteristischen Bereich, bzw. Objektschutz. Da Teile des Bataillons nach Afghanistan gehen und so noch mal auf den möglichen Erstfall so gut wie möglich vorbereitet werden sollten. Als persönliches Highlight kann ich für mich nennen das Patrouillenschießen und auch die Ausbildung mit scharfen Handgranaten. Weitere Ausbildungen waren das Lafettenschießen, Fahrzeug Patrouille mit IED Anschlag und vieles mehr.

Fahrzeug
Patrouille mit TPZ, Wolf, Hägglund und als Besonderheit der neue Fennek
Eine besondere Herausforderung war die Bataillonsübung die am Freitag begann und bis Sonntagmittag dauerte. Herausfordern war nicht nur der übliche Schlafentzug durch Alarmierungen und Wacheschieben sondern auch das Wetter machte uns zu schaffen. Es regnete praktisch von Freitagnacht bis Sonntagmittag durch. Das ging allen auf Gemüt. Besonders wenn man den Auftrag hat das FOB (Feldlager) zu bewachen.
Am Samstag bekamen wir den Auftrag den Bau einer Brücke abzusichern. Nachdem die Trupps eingeteilt waren und ihre Posten bezogen hatten. Wurde durch die restlichen Teile ein improvisierter Unterstand gebaut wo man sich in den Pausen ein wenig vor dem Regen schützen konnte. Am Abend waren dann alle froh dass man wieder zurück ins Feldlager verlegen konnte.

Transport im TPZ zur Sicherung des Brückenbaus.

Improvisierter Unterstand

Befehlsausgabe mit Fennek im Hintergrund
Nachdem die Übung beendet war, wurde das Wetter natürlich auch wieder besser. Aber alle waren froh wieder in der Kaserne zu sein und mal warm zu duschen und im Bett mal wieder richtig durchzuschlafen.
Alles in allem trotzdem eine tolle Ausbildung. Ich kann nur jedem Reservist empfehlen macht Wehrübungen. Ich werde auf alle fälle versuchen wieder Wehrübung zu machen. Es war ein gutes Klima im 3./GebPioBatl. 8 so das ich gern wieder kommen werde.

Hier greift der Spieß noch persönlich mit zu, um den letzten Feinschliff zu
machen.
Peter Gruttke, OG d.R.
Was
ist eine Wehrübung ?
Wehrübungen sind freiwillige Einsätze von Reservisten unabhängig ob im
Reservistenverband organisiert oder nicht.
Wehrübungen haben nichts
mit dem Reservistenverband zu tun. Aber als "Betreuer" hilft er Ihnen
bei Interesse eingeplant zu werden und an Wehrübungen teilnehmen zu können
falls Sie es wünschen. Als Einzelperson ist dies eher schwierig.
WÜ's werden In der Regel von beorderten Reservisten geleistet. In Ausnahmen auch von unbeorderten Reservisten (z.B. Lehrgänge, Kriegsgräbereinsätze, länger andauernde Wettkämpfe oder Übungen). Eine Übersicht dieser Möglichkeiten stellt Ihnen der Reservistenverband gern zur Verfügung.
Für Wehrübungen erhält ein Reservist natürlich Wehrsold, Unterhaltsicherungsgeld und alle anderen dienstlichen Bezüge.
Durch abgeleistete Wehrübungstage kann ein Reservist auch befördert werden, je nach Verfügbarkeit eines freien Dienstpostens.