Biwak "Keiler"
20./21.03.2010 - Großraum Rochlitz

 

Videolink zum Biwak "Keiler"

(jr) Für die Motivation der Vereinsmitglieder bietet die Reservistenkameradschaft (RK) Frankenberg Mittelsachsen regelmäßig Biwaks mit verschiedenen Inhalten an. Ganz aktuell ein Frühjahrsbiwak über dreißig Stunden mit den Schwerpunkten Orientierungsmarsch bei Tag und Nacht, mehrere Kilometer Schlauchbootfahren auf der Zwickauer Mulde sowie Wettkampfvorbereitung und als Höhepunkt Abseilen von etwa dreißig Meter hohen Felsen.

Die Wetterbedingungen besserten sich hin zu einem angenehmen sonnigen Frühlingstag, so daß die ersten zehn Kilometer Orientierungsmarsch mit durchwechselnden Gruppenführern fast schon Erholung waren. Unterbrochen wurde der Tagesorientierungsmarsch nur durch eine Station für die Wettkampfvorbereitung. Es folgte nach weiteren Kilometern in anspruchsvollem Gelände die Fahrt mit den RK-eigenen Schlauchbooten auf der Zwickauer Mulde über etwa 2 Stunden. Der letzte Marschabschnitt führte die Kameraden nachmittags endlich zum Biwakareal mit der ersehnten ersten Verpflegung. Beim Einrichten des Biwakplatzes wurde auch das neue Großzelt unserer RK eingeweiht. Fünfzehn Kameraden können durchaus bequem darin schlafen.

 

Bei Einbruch der Dunkelheit wurden dann mehrere Trupps aufgestellt für den Nachtorientierungsmarsch über etwa 5 bis 10 Kilometer. Es galt einzelne Punkte zu finden mit Zeichenangaben die notiert werden mussten. Die Aussage der Biwakleitung, dass pro Meldepunkt (fettes Kreuz auf 1:50000 Karte) eine Tafel markant an einem (!)  Baum befestigt wäre, führte oftmals zu einigen Sucheinlagen in der Finsternis bis hin zu erbosten und rabiaten Verstößen gegen die Licht- und Geräuschtarnung mitten in einem dicht bestandenen Wald. Wir zauberten mit unseren Taschenlampen zwar nicht den Stern von Bethlehem an die tief hängende Wolkendecke, sorgten aber sicher dafür dass einige Vögel verwirrt mit dem Nestbau begannen.  Tja da war die Freude groß bei den ruhegewohnten Tieren des Waldes die zwischenzeitlich wohl auch die Meldetafeln handwerklich geschickt abmontiert hatten. Egal.

Mit erstaunlich weitreichenden PMR-Funkgeräten (dies ist jetzt wirklich ehrlich gemeint und nicht sarkastisch) hatten jedoch alle Trupps jederzeit Kontakt zur Leitung und fanden getarnt den Weg zurück zum Biwakplatz.
Nachdem am Lagerfeuer das Nachtmahl verzehrt wurde und dann müde der Schlafsack ausgerollt wurde, entschlossen wir uns spontan am morgen den Frühsport ausfallen zu lassen um möglichst gleich den eigentlichen Höhepunkt dieses Biwaks geniesen zu können. Das Abseilen an einer Felswand. Für viele war es das erste mal und entsprechend aufgeregt stiegen alle in die Wand aber dann konnte niemand genug bekommen. Nervig war lediglich das man da immer wieder hoch muss um sich wieder abzuseilen. 


 
 

Im Anschluss führten wir nochmals Wettkampfvorbereitung durch (Sanitätsdienst).
Pünktlich nach dem Rückbau und der Verlegung zu den Fahrzeugen schlug das sonnige Wetter in Dauerregen um und nach dem Rücktransport sowie der Einlagerung des Materials in Frankenberg hatten wir dann einige Stunden "normales" Wochenende - sofern unsere Familien nicht eeeeeeendlich mal wieder spazieren gehen wollten. Mmmhhhh - was für eine Abwechslung.....

Jens Richter, SG d.R.