Ausbildungsbiwak "Herbststurm"
06./08.11.2009 -
Vogtland
Am ersten Novemberwochenende wurde wieder das traditionsreiche Herbstbiwak "Herbststurm" durchgeführt. Einige Kameraden nahmen zeitgleich an der militärhistorischen Weiterbildung in Berlin teil, andere nutzten im Rahmen der Förderung der militärischen Fähigkeiten dieses Event, was von der Basis unseres Verbandes organisiert und durchgeführt wird.
Nachdem der "Herbststurm" die letzten Jahre im Raum Mittelsachsen stattfand, kehrte er jetzt wieder in seine Heimat ins Vogtland zurück.
Ein Teil der aktiven Kameraden unserer RK (die wie erläutert den Zusatz "Legion Saxonia" trägt), machte sich am Freitag den 6. November auf nach Plauen. Nach wenigen Kilometern erfolgte ein Besuch der Amerikanischen Botschaft (MC D) um sich dort nochmals zu stärken für das harte Ausbildungswochenende. Im Konvoi verlegte man dann zu den befohlenen Koordinaten um sich mit den gesondert angereisten Teilen der Legion Saxonia zu verbinden. Die Frankenberger Abordnung stieß nun also komplett zu den Teilnehmern aus verschiedensten RK'en.

Ankunft am Treffpunkt im Vogtland
Nachdem die Ausrüstung gemäß Befehl verpackt wurde, folgte die Lageinformation durch den Leitenden. Dabei wurde unsere verstärkte Gruppe in 4 Trupps geteilt, um zum einen unauffälliger durch das Operationsgebiet zu marschieren und auch die Einzelleistungen der Reservisten besser bewerten zu können.

Befehlsausgabe und Einteilung der Trupps
Anschließend wurden die Trupps auf den Truppentransporter verladen und an ihre Ausgangspunkte gebracht. Dies war bereits das erste Highlight des Wochenendes. Ab diesen Punkt musste jeder Trupp seinen Auftrag selbstständig erfüllen ohne dabei aufgeklärt zu werden.

Traditioneller Truppentransport ohne Klimaanlage ;-)
Nachdem die Station "Bewegen bei eingeschränkter Sicht und Bewegungsfreiheit" mit den Entfernungsschätzen abgeschlossen wurde, gab es den neuen Auftrag der die Trupps in ein sicheres Nachtlager führte.

Aufschlagen des Nachtlagers
Im Morgengrauen folgte die Ausgabe der neuen Aufträge an die Truppführer. Da man sich nun nicht mehr im Schutze der Dunkelheit bewegen konnte, musste noch mehr Sorgfalt auf das unauffällige Vorgehen im Gelände gelegt werden. Es wurde von den Truppführern eine Wegskizze angefertigt die zum nächsten Anlaufpunkt führte, dabei mussten feindliche Aufklärungseinheiten umgangen werden.

Befehlsausgabe und anfertigen einer Wegskizze

Feindliche Aufklärungstrupps sind
aufgeklärt und werden weiträumig umgangen

Frühstück in einer geschützten Deckung
Anschließend folgte ein Aufklärungsauftrag, der alle Trupps wieder zusammenführen sollte. Es wurden feindliche Soldaten aufgeklärt und an die OPZ weiter gemeldet, welche daraufhin den Befehl erteilte, diese Einheit im Handstreich gefangen zu nehmen und die sichergestellten Nahrungsmittel (Gulasch) für die Verpflegung der eigenen Truppe zu verwenden.
Anschließend wurde der Marsch fortgesetzt und an den nächsten Stationen anhand von Attrappen gezeigt wie leicht man in hinterlistige und gefährliche Sprengfallen laufen kann.
Fast am Ende der Marschstrecke musste noch ein Wasserhindernis überwunden werden. Hierfür standen uns zum Glück Schlauchboote zur Verfügung, was bei 5°C Außentemperatur deutlich angenehmer ist als 200meter mit dem Zeltbahnpaket zu schwimmen.

Gewässerüberquerung mit Hilfe von Schlauchbooten
Als man das Gruppenlager endlich erreicht hatte, wartete schon die nächste Aufgabe. Feindliche Kräfte hatten das Truppenlager angegriffen und zwei Kameraden lebensgefährlich verletzt. Sofort erfolgten unter Sicherung Maßnahmen der Kameradenhilfe, die weitere Behandlung der Kameraden erfolgte dann durch die Sanis.

Nach und nach
treffen die Trupps zur Abendverpflegung am Lagerfeuer ein
Bei der Auswertung des Ausbildungsbiwaks wurde die RK Frankenberg Mittelsachsen gleich zweimal geehrt. Zum einen mit einer Dankurkunde für die großartige Unterstützung zum Tag der Reservisten in Bautzen. Außerdem noch eine Auszeichnung für den besten Trupp dieses Herbstbiwaks.

Dankesurkunde für den Einsatz beim Tag der Reservisten 2009
Nach so vielen Highlights denkt man:
"nun kann nichts mehr kommen was das ganze überbieten würde".
Doch da täuschen sich alle, die nicht mit der Kreativität der Gastgeber-RK
rechnen. Als Sahnehaube gab es noch eine
Abseilaktion in der klaren Nacht. Ein ganz besonderes Erlebnis, das man bei
üblichen Veranstaltungen im
Verband immer seltener erlebt. Eben deshalb gibt es diese Aktionen als
Motivationsveranstaltung von der Basis für die Basis, die sich im übrigen vor keiner DVag verstecken müssen.

Abseilen in der klaren Nacht, was für ein Erlebnis
An dieser Stelle bleibt uns nur noch ein zu
sagen.
danke das wir dabei sein
durften und wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Aktion.
Fotos: Martin Emberger
Text: Peter Gruttke, OG d.R.